16-04-2025
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Fragmentierung der Zahlungskanäle: Warum ein einheitlicher Ansatz entscheidend ist

Unternehmen mit einem physischen Standort und einem Online-Shop nutzen oft mehrere Zahlungslösungen parallel. Das kann eine Kasse im Geschäft sein, eine Online-Shop-Plattform, QR-Zahlungen über eine mobile App oder vielleicht ein separates Tool für Abonnements oder Rechnungsstellung. Was auf dem Papier viel Flexibilität verspricht, führt in der Praxis oft zu zersplitterten Daten und Prozessen. In diesem Blog gehen wir dem Kern des Problems auf den Grund: Wie entsteht diese Fragmentierung und welche negativen Folgen hat sie? Abschließend zeigen wir, wie Sie sie vermeiden oder beheben können.

Wie entsteht Fragmentierung?

  1. Historisches Wachstum
    Viele Organisationen bauen ihre Zahlungsmöglichkeiten Schritt für Schritt aus. Zuerst kommt ein Geschäft vor Ort, dann ein Online-Shop und danach eine App speziell für Abonnementzahlungen. Jeder Schritt bringt ein neues System oder eine separate Anbindung mit sich.
  2. Silobildung durch die Abteilungsstruktur
    Die Finanzabteilung konzentriert sich auf die Rechnungssoftware, während das Marketing einen digitalen Check-out einführt. Ohne gemeinsame Steuerung entstehen verschiedene Systeme, die nicht gut aufeinander abgestimmt sind.
  3. Externe und internationale Expansion
    Bei der Expansion in neue Länder oder auf neue Verkaufsplattformen kommen weitere Zahlungsmethoden hinzu (Bancontact, PayPal, Kreditkarte, iDEAL usw.). Auch hier entsteht das Risiko von Fragmentierung und doppelter Arbeit.

Warum ist Fragmentierung ein Problem?

Fragmentierung ist nicht nur unpraktisch, sondern hat direkte Folgen für den Geschäftsbetrieb und das Kundenerlebnis. Eine erste Herausforderung: Es fehlen ein klarer Gesamtüberblick und eine einfache Möglichkeit, Berichte zu erstellen. Mit getrennten Systemen lässt sich nur schwer auf einen Blick erkennen, welcher Kanal am erfolgreichsten ist. Zahlen müssen manuell zusammengeführt werden, was Zeit kostet und fehleranfällig sein kann. Zudem werden Kundendaten verstreut gespeichert. Das erschwert einen vollständigen Blick auf das Kaufverhalten von Kunden, die über mehrere Kanäle einkaufen.

Eine zweite Schwierigkeit entsteht in der Verwaltung. Werden drei oder mehr verschiedene Zahlungslösungen genutzt, muss ein Teil des Backoffice sehr wahrscheinlich Daten manuell zusammenführen oder abtippen. Das erhöht die Arbeitsbelastung und das Risiko von Fehlern wie doppelten Rechnungen oder vergessenen Rückerstattungen. Weil vieles von Hand geschieht, wird effizientes und fehlerfreies Arbeiten schwierig, vor allem wenn die Organisation wächst oder in Spitzenzeiten.

Darüber hinaus leidet das Kundenerlebnis unter der Fragmentierung. Uneinheitliche Zahlungsoptionen (zum Beispiel Riverty online, aber nicht im Geschäft) können für Verwirrung sorgen. Kunden erwarten heute Einheitlichkeit: Wenn sie online eine bevorzugte Zahlungsmethode haben, rechnen sie damit, dass diese auch im Geschäft vor Ort verfügbar ist. Außerdem kann die Durchlaufzeit länger werden, wenn die Systeme von Geschäft und Website keine aktuellen Lager- oder Bestelldaten austauschen. Das führt zu Frust und Wartezeiten.

Ein letztes, aber keineswegs unwichtiges Problem ist die mühsame Skalierung und Weiterentwicklung. Wer neue Zahlungstrends wie BNPL (Buy Now, Pay Later) aufgreifen möchte, muss jedes System einzeln anpassen. Ohne zentrale Koordination lassen sich Spitzenlasten, etwa während Rabattaktionen oder an Feiertagen, nur schwer bewältigen. Das kann zu Warteschlangen, langsamen Reaktionen des Online-Shops oder sogar zu einem kompletten Systemausfall im Geschäft führen.

TerStal erkennt die Zahlungsbedürfnisse seiner Kunden frühzeitig

Wer erfolgreich sein und weiter wachsen will, muss auf die sich wandelnden Zahlungsbedürfnisse der Kunden eingehen. Auch terStal ist sich dessen bewusst. Bei einer Zielgruppe, die vor allem aus jungen Familien mit Kindern besteht, die gern online und im Geschäft vor Ort einkaufen, können die Zahlungswünsche stark auseinandergehen. 

Der Online-Zahlungsmix besteht vor allem aus iDEAL und Riverty, doch es gibt auch eine Kundengruppe, die lieber anders bezahlt. Um den Erwartungen der Kunden besser gerecht zu werden, entschied sich terStal für eine Omnichannel-Zahlungsstrategie, mit Buckaroo als festem Zahlungspartner. 

Wie können Sie Fragmentierung angehen?

Am wichtigsten ist es, mit einer gründlichen Bestandsaufnahme aller aktuellen Systeme und Prozesse zu beginnen. Halten Sie fest, wer welchen Kanal verwaltet, welche Zahlungsmethoden im Einsatz sind und wo die größten Engpässe liegen. Sobald Sie ein vollständiges Bild haben, empfiehlt es sich, eine zentrale Steuerungsrolle einzurichten. Ein interdisziplinäres Team mit Kolleginnen und Kollegen aus Finanzen, Technik und Vertrieb kann gemeinsam festlegen, welche Richtung Sie einschlagen möchten.

Anschließend lohnt sich ein Blick auf die technische Seite. Können Sie bestehende Systeme über APIs verbinden, oder ist es langfristig klüger, eine einzige flexible Gesamtlösung zu nutzen? Wichtig ist, dass alle Systeme Daten in Echtzeit austauschen, damit Lagerbestand oder Zahlungsinformationen nicht manuell eingegeben werden müssen. Parallel dazu hilft es enorm, das Kundenerlebnis zum Ausgangspunkt zu machen: Welche Zahlungsmethoden und Check-out-Abläufe sind in allen Kanälen verfügbar, und sind sie überall gleich gut wiedererkennbar und reibungslos?

Schließlich geht es darum, vorauszudenken. Berücksichtigen Sie künftiges Wachstum und neue Trends. Eine Plattform, die heute ausreicht, muss auch in den kommenden Jahren mitwachsen, neue Zahlungsoptionen aufnehmen und Spitzenzeiten bewältigen können. So vermeiden Sie, dass Sie in ein paar Jahren wieder mit verschiedenen Systemen dastehen, weil Sie immer wieder Ad-hoc-Anpassungen vornehmen.

Die Fragmentierung von Zahlungskanälen entsteht oft unbeabsichtigt, weil Unternehmen auf die Nachfrage reagieren und neue Kanäle hinzufügen. Am Ende kann eine solche spontane Entwicklung zu Chaos und unnötigen Kosten führen, mit negativen Folgen für das Kundenerlebnis. Mit einer klaren Bestandsaufnahme, zentraler Steuerung, passenden technischen Lösungen und einem Blick in die Zukunft können Sie die Fragmentierung zurückdrängen. So profitieren Sie von einer schlanken, einheitlichen Zahlungsstrategie, die die Effizienz steigert und das Vertrauen Ihrer Kunden stärkt. 

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